Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wissenswertes über den Krawattenknoten.
Wie man Ihn bindet und welche Knoten zu welchen Hemdkragen passen.
Der Krawattenknoten ist der Teil der Krawatte, der für den Halt am
Hals sorgt. Er lässt sich einteilen in die Standardknoten, wie
den Windsorknoten oder den four in hand, oder die Sonderformen, wie der
Onassis-Knoten, der invertierte Knoten oder der Kreuzknoten.
Wichtigste Regeln:
Die Krawatte sollte so gebunden sein, dass das breitere Ende der Krawatte
etwas oberhalb des Gürtels endet und das schmale Ende etwa 2 cm kürzer ist
als das breitere.
Der Krawattenknopf sollte der Kragenform des Hemdes angepasst werden. Der
Haifischkragen erfordert einen breiteren Knoten als ein Hemd mit "Button-down".
Der Knoten sollte stets die Lücke des Kragens
schliessen.
Nachfolgend finden Sie Erklärungen zu den einzelnen Knoten sowie eine
Videoanleitung dazu.
Four-in-hand
(einfacher Knoten):
Der Ursprung des Namens four-in-hand
(„Vier in der Hand“) ist nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie besagt,
dass Kutscher ihre Zügel mit diesem Knoten versahen. Andere gehen davon aus,
dass die Mitglieder des Londoner Four-in-Hand-Clubs diesen
Krawattenknoten salonfähig machten.
Der Knoten hat eine leichte Asymmetrie ist schlank und länglich und passt
insbesondere zu sportlich-lässiger Kleidung. Er ist leicht zu binden, passt
zu allen Krawatten und ist somit gut für Anfänger geeignet. Einziges
Manko: unpassend zu breiten Kragen.
halber Windsor:
Der halbe Windsorknoten ist dem Windsorknoten
sehr ähnlich, nur dass die zweite Wicklung von innen durch die Schlaufe entfällt.
Er ist an seiner bauchigen, kegelförmigen Form erkennbar und eignet sich für
Hemden mit dicht beieinander liegenden Kragenecken und auch für Button-down
Kragen. Vom Volumen her liegt der einfache Windsorknoten zwischen dem einfachen
Knoten und dem doppelten Windsorknoten.
Windsor:
Der Windsorknoten benannt nach dem Herzog von
Windsor, der diesen Krawattenknoten populär machte, ist ideal für Hemden mit
weit auseinander sitzenden Kragenecken geeignet, wenn also der Zwischenraum
eines weit gespreizten Kragens ausgefüllt werden soll. Dieser Krawattenknoten
ist sehr verbreitet, erfordert aber etwas Übung und ist damit eher für den
Fortgeschrittenen geeignet. Der Knoten ist etwas größer und damit nicht gerade
für dick gefütterte Krawatten geeignet. Der Knoten hat eine perfekte
Dreiecksform. Beim Windsor handelt es sich um einen Doppelknoten. Deshalb
verbrauchen Sie dafür einen großen Teil des breiten Endes und müssen es
dementsprechend zu Beginn sehr weit auf der rechten Seite herunterhängen
lassen.
Krawattenfalte - Tuning für Ihre Krawatte
Wenn Sie das Krawatten binden gemeistert haben,
geht es an das "Krawattenstyling". Sie verlangt, dass vor dem endgültigen
Zuziehen eine Delle in das breite Ende gedrückt wird, und zwar kurz unter dem
Knoten. Der Fachmann nennt sie „dimple“, was so viel wie Grübchen heißt.
Einen sachlichen Grund gibt es dafür zwar nicht, aber die Seide wirkt durch die
kleine Vertiefung einfach üppiger und der Knoten bekommt einen Hauch von lässiger
Eleganz. Bei Krawatten aus bedruckter Seide hält sich der „dimple“ häufig
nicht lange, das Material ist in der Regel einfach zu glatt. Besser klappt es
mit griffigen Jacquards wie diejenigen von unserem aufstrebenden Designer
"Pasquale." 100% Design, 100% Qualität.
In der Schlaufe oder lose?
Ob man das schmale Ende nun noch durch die
Schlaufe oder das Etikett schiebt, ist eine geradezu philosophische Frage. Der
englische Gentleman würde es in jedem Fall tun, der italienische verzichtet
lieber darauf. Und wer hat Recht? Keiner von beiden, es ist wieder mal
Geschmackssache. Allerdings spricht einiges für die südländische Auffassung.
Denn die Krawatte erinnert mehr an ein verwegen geschlungenes Seidentuch, wenn
beide Enden locker aus dem lose gebundenen Knoten hängen.