Eine edle und elegante Krawatte gibt es nur mit
erlesener Seide
Seide wurde in China bereits um 2640 v. Chr.
hergestellt. Von dort aus gelangte sie ab etwa 400 v. Chr. zunächst nach
Persien und rund 200 Jahre später nach Kleinasien und Ägypten. Nach Europa kam
der fremde Stoff erst im letzten vorchristlichen Jahrhundert.
Das Grundprinzip der Seidengewinnung hat sich
seit den Anfangstagen nicht allzu sehr verändert. Nach wie vor ist es ein zeit-
und arbeitsintensiver Prozess. China ist der größte Lieferant hochwertiger
Rohseide. Die Seide wird entweder bedruckt oder aus verschiedenfarbigen
Seidengarnen zu Jacquards verwebt. Die Krawatten der Marke
"Pasquale" werden ausschlieslich zu Jacquards verwebt und weisen
höchste Qualität aus. Seidendrucke eignen sich besonders für bildhafte
oder florale Muster, denn mit diesem Verfahren kann beinahe jedes Motiv in größter
Detailgetreue auf den Stoff gebracht werden. Gewebte Seide liefert dagegen überwiegend
geometrische und rhythmisch angeordnete Dessins, da diese sich am besten mit
Kette und Schuss zeichnen lassen.
Die Qualität eines Seidenstoffs richtig einzuschätzen,
ist auch für erfahrene Fachleute schwierig. Rein optisch kann man Synthetik und
echte Seide kaum auseinander halten, deshalb muss der Tastsinn bei der
Beurteilung helfen. Der auffälligste Unterschied zwischen echter Seide und
Kunstfaser besteht darin, dass die Imitation aus dem Chemielabor ein viel
glatteres Garn und damit auch viel geschmeidigere Stoffe ergibt. Man sollte
deshalb die Krawatte prüfend durch die Finger gleiten lassen. Echte Seide wird
unweigerlich an kleinsten Rauigkeiten der Haut oder Ecken der Fingernägel hängen
bleiben, wohingegen das Imitat ungehindert darüber hinweggleitet.
Ein anderer, sehr häufig empfohlener Qualitätstest
besteht im Drücken und Knautschen der Seide. Gute Ware wird dies ohne bleibende
Knitterfalten überstehen. Allerdings sollte man sich bei Krawatten, die zu
diesem Zeitpunkt noch Eigentum des Händlers sind, ein wenig vorsehen. Viele
andere Prüfverfahren, wie z. B. das Ansengen des Gewebes, kann der
Endverbraucher am fertigen Produkt natürlich nicht anwenden. Deshalb muss er
sich letztlich auf das Qualitätsversprechen der Krawattenmarke verlassen. Ein
guter Name steht in aller Regel auch für gute Qualität, wobei der Preis
ebenfalls eine Richtschnur darstellt. Unter einem gewissen Mindestlevel ist
Spitzenware nicht zu haben.
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